Ein Museum im Denkmal, Teil 1

Karte Museum

Ende Juni 2009 wird die Sanierung von Schloss Ribbeck abgeschlossen sein: Architektonische Fehlentwicklungen werden behoben, baugeschichtliche Verluste korrigiert und der Park wieder an seine ursprüngliche Erscheinung angenähert sein. Das Museum, dessen groößtes und wertvollstes Exponat das Schloss selbst ist, informiert zugleich über Fontane und seine Zeit.

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Gläserner Aufzug im OG, (Zeichnung Büro Fleege + Oeser, Bbg a. d. Havel)

Vestibül: Wandbild „Herr von Ribbeck auf Ribbeck“

Einen frühen baulichen Zusammenhang zwischen Schloss und Fontane bietet das DDR-zeitliche sog. „Sgraffito“ im Mittelaufgang. Der Besucher wird nach Besuch des Museums, also nach der Welt des 19. Jhds, vom Erdgeschoss in einem gläsernen Aufzug, eine Zutat des 21. Jahrhunderts, an dem einmaligen Wandbild entlang in die Veranstaltungsräume des Obergeschosses geführt.
Die handwerklich sorgfältig ausgeführte Putzkratztechnik der frühen DDR interpretiert von einem zeitgenössischen Standpunkt aus den ländlichen Altadel des 18. u. 19. Jhds. am Beispiel Ribbeck.

Karte Lkr Havelland mit Orten und Routen zu Th. Fontane

Flur: Fontanerouten und Zeitstrahl / Denkmaltafeln

Aus etwa 38 Orten des jetzigen Landkreises Havelland, die Fontanes Werk zu entnehmen sind, ist im Museumsflur eine Karte mit „Fontane-Routen“ zusammengestellt. Sie verweisen auf andere kulturtouristisch interessante Plätze im Landkreis Havelland. – In einem Zeitstrahl zum 19. Jhd. werden Ereignisse aus Leben und Werk Fontanes aufgeführt und deren Bezug zu den wichtigsten Geschehnissen der Preußischen und Deutschen Geschichte aufgezeigt. Die Darstellungsweise bietet dem Benutzer die Möglichkeit, Ereignisse in ihren geschichtlichen Zusammenhang einzuordnen. Entwicklungen und Gleichzeitigkeiten fallen direkt ins Auge. – Gemeinden und Denkmaleigentümer erläutern auf eigenen Tafeln ihre Sehenswürdigkeiten im Landkreis Havelland.

 

1. Herrenhaus mit Nebengebäuden und Treibhaus (Brandenburgisches Landeshauptarchiv)

Raum: Baugeschichte des Schlosses

Die Sanierung der Gebäudehülle, die restauratorische Untersuchung im Inneren sowie die archäologische Begleitung der Arbeiten an den Außenanlagen erbrachten eine Vielfalt von Erkenntnissen. Aktenstücke, Archivalien und historische Fotos illustrieren die Entwicklung vom 1. Herrenhaus zum Schloss und die denkmalgerechte Wiederherstellung.
Ein Groß-Exponat, der Abguss der Balkonkonsole des Ostbalkons, bildet in der musealen Präsentation die Projektionsfläche für wiedergefundene Originalteile des Balkons. Auf die historischen Nebengebäude im Kultur- und Geschichtspark wird verwiesen.

1893 – 1944

2005

 

2007

 

Theodor Fontane, Kreidezeichnung von F. Werner um 1895, © bpk, Berlin, 2008.